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Work-Life-Balance – ein Begriff der nicht funktionieren kann

Work-Life-Balance, ein Wort, dass immer noch häufig genutzt wird aber doch schon kein Buzzwort mehr ist. Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Arbeitszeiten, Stress, Krankheitstage, Mitarbeiterzufriedenheit, Personalführung, usw. fällt.

Meiner Meinung nach ein Begriff der nicht funktionieren kann.

Im Einleitungssatz von Wikipedia steht dazu der folgende Satz:

„Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang stehen. „

Es wird also versucht eine Gewichtung zwischen der Arbeit und den privaten Aktivitäten (Familie, Hobbies, Freunde, usw.) herzustellen, die beiden Lebensschwerpunkte einen fairen Zeitanteil einräumt.

Das wiederum bedeutet, dass sich die beiden Lebensbereiche Arbeit und Privat trennen lassen.

Sicher kann man die einzelnen Aktivitäten gut zu dem einen oder anderen Bereiche zuordnen.
Sobald es jedoch auf die Gefühls- und Gedankenebene geht, wird das schwieriger.

Jeder kennt die Situation, dass man nicht schlafen konnte, da man gedanklich bei der Arbeit war.  Wenn das passiert ist in einer sehr privaten Situation mit den Gedanken bei der Arbeit. Um es genauer zu formulieren. Man ist gerade am Arbeiten!

Aber umgekehrt ist es doch genauso. Man sitzt gerade vor dem Rechner, beantwortet irgendwelche Mails und denkt plötzlich an Dinge, die noch für den Einkauf berücksichtigt werden müssen. Man schaut auf das Foto der Familie und die Gedanken schweifen zum letzten Wochenende wo alle zusammen viel Spaß beim Grillen hatten. Oder kauft schnell online was ein.

Aus diesem Grunde kann, bzw. sollte es eine Trennung von Arbeits- und Privatleben nicht geben.
Somit ist auch der Begriff „Work-Life-Balance“ nicht passend. Die beiden Bereiche können nicht gegeneinander bewertet werden.

Passender wäre der Begriff „Work-Life-Integration“. Das Ziel sollte es sein, den Arbeits- und Lebensbereich zusammenzuführen. Das bedeutet, eine Flexibilität in der zeitlichen Planung von Arbeits- und Privatthemen zu erreichen.

Das würde bedeuten, dass ich den klassischen Arbeitstag aufbreche und private Planungen zulasse.

Einen solchen flexiblen Tag, der Arbeits- und Privatthemen in sich vermischt bedeutet auch einen hohen Grad an Mitarbeitervertrauen.

Ein weiteres spannendes Thema, über das ich ein andermal einen Eintrag schreibe.

Spannende wäre es nun zu wissen, was eure Gedanken zu diesem Thema sind.

Oliver

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