Sport

Barfußlaufen – ausprobieren lohnt sich

Ich laufe jetzt bereits seit 8 Jahren mit Barfußschuhen. Dies immer in einem ausgewogenen Wechsel mit „normalen“ Laufschuhen.

Der ausschlaggebende Grund für den Startschuss waren meine verstärkten Knieprobleme. Bei Laufstrecken von ca. 10 km und mehr wurden die Schmerzen immer größer. Laufanalysen, neue Schuhe und medizinische Sporteinlagen halfen nicht.

Durch Zufall bin ich dann auf einen spannenden Spiegel-Artikel gestoßen, in dem über das Barfußlaufen ausgiebig berichtet wurde (dieser ist übrigens immer noch online abrufbar). Darin werden wissenschaftliche Studien angeführt, bei denen sich gezeigt hatte, dass Laufschuhe die Hüfte um durchschnittlich 54 % stärker belasten, als Barfußschuhe. Die Belastungswerte im Kniegelenk waren bei Laufschuhen zwischen 36 und 38% höher.

Dieser Artikel war es, der meine Neugierde zum Barfußlaufen weckte…

Seit ich mit Barfußlaufen begonnen habe, treten meine Knieschmerzen so gut wie nicht mehr auf. Nur in seltenen Fällen, wenn ich mit normalen Sportschuhen lange Strecken (über 15 km) laufe, kann es passieren, dass sich das Knie wieder bemerkbar macht.

Daher kann ich zum Thema „Barfußlaufen“ sagen:

„ausprobieren lohnt sich“

Für die Interessierten unter euch habe ich hier mal meine wichtigsten Erfahrungswerte zusammen geschrieben.
Beim Barfußlaufen wird über den Vorder- und Mittelfuß abgerollt und nicht wie mit „üblichen“ Schuhen über die Ferse. Das ist auch der Grund, warum die Belastungen auf Hüfte und Knien viel geringer sind. Der Stoß wird viel besser abgedämpft.

  • Am Anfang erstmal mit kurzen Strecken starten (1-3km). Durch das Abrollen über den Vorder- und Mittelfuß werden eure Wadenmuskel sehr stark belastet, da diese den Stoß nun abfangen müssen. Das bedeutet nach den ersten Laufversuchen sehr heftige Muskelkater. Nicht wundern, ist ganz normal.
  • Der Wechsel von Barfußlaufen mit „normalen“ Laufen hat bei mir sehr gut geklappt. Vor allem bei nassem Wetter habe ich mir die weniger wasserdurchlässigen Turnschuhe angezogen.
  • Bei der Wahl der Barfußschuhe entscheide ich mich immer für die Vibram Five Finger Schuhe. Die sitzen perfekt und ich kann prima darin laufen. Es gibt aber auch noch andere Schuhvarianten.
  • Vergesst nicht: der Schmerz ist euer Freund. Er warnt euch und gibt das Signal euer Pensum zu reduzieren.

Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach oder hinterlasst ein Kommentar

2 Kommentare

  1. „Barfusslaufen“ kann man auch mit Schuhen!
    Es ist der Laufstil, der das Barfusslaufen ausmacht. Kurze Schritte, Landung kurz vor dem Körperschwerpunkt, Landung auf dem Mittelfuss.
    Man läuft nicht mit Barfussschuhen so und mit normalen Joggingschuhen wieder anders.
    Probier es weiter und versuch den Laufstil zu verinnerlichen. Da geht auch nicht von heute auf morgen! Rechne mit 6 Monaten bis Du überzeugter „Barfussläufer“ bist!

    Gruß aus dem Schwarzwald

    • danke für den Tipp, ich werde es ausprobieren.
      Dieser aktuelle Wechsel zwischen Barfußschuhen und normalen Schuhe klappt allerdings recht gut. Mal sehen wie sich das Gefühl ändert, wenn ich nur noch auf dem Mittelfuss laufe.

      Grüße
      Oliver

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